Heimatort – wo liegt das, was gibt es Neues
Wo komme ich überhaupt her…
Baar-Ebenhausen liegt etwa 13 Kilometer südlich von Ingolstadt und gehört dem Pfaffenhofen/ Ilm an. Insgesamt gibt es dort 19 Gemeinden, Märkte oder Städte. Mit einer Fläche von 14,77 Quadratkilometern ist man “flächenmäßig” die drittkleinste Gemeinde, mit knapp 4 800 Einwohnern steht man dagegen an neunter Stelle. Im flachen Gelände zwischen der Bahnlinie München-Ingolstadt und der Autobahn A 9 (München-Nürnberg) liegt der Ort.
Chronik: Die heutige Gemeinde Baar-Ebenhausen wurde aus den ehemalig selbständigen Gemeinden Baar und Ebenhausen im Jahre 1984 gebildet. Von 1978 bis 1984 war man eine Verw.-Gemeinschaft. Seit 1984 ist das Rathauses im Ortsteil Ebenhausen. Die Gesamtgemeinde ist 1.477 ha, wobei auf den Ortsteil Baar 630 ha und den Ortsteilen Ebenhausen und Ebenhausen-Werk 847 ha entfallen.
Baar: Der Name stammt vom Fluß Paar. 1030 wurde der Ort erwähnt. Um 1500 bestand eine Wallfahrt zu Mariä Himmelfahrt Baar. Bei Bauten 1697 fand der damalige Pfarrer auf der heute noch vorhandenen gotischen Madonna die Jahreszahl 1480 eingraviert. Umweltkatastrophen: – 28.02.1784 Hochwasser der Paar(außer Pfarrhaus und Schmied stand alles unter Wasser); -09.06.1866 Feuer (16 Wohn- und 36 Neben- gebäude brannten). 1867 wurde die Eisenbahnlinie verlegt und aus Baar (396 Einwohner) wurde ein Ort der den bäuerlichen Charakter verlor.
Ebenhausen: Entstehung im 8./ 9. Jahrhundert, der Name kommt von Häuser in der Ebene bzw. von zu den Häusern des Ebo oder Eberhardt (Grund- herr und Vorfahr der Ritter von Ebenhusen): „Chuono von Ebenhusen” (um 1050), erwähnt; Schenkungskodex des Klosters Undersdorf (1163 – Dilcherius von Ebenhusen). 1509 Ende der Ritterära – 1310 erhielt man das Marktrecht, das man 1505, als man zum Herzogtum Pfalz-Neuburg kam, verlor. 1880 bis 1972 gehörte man zu Ingolstadt, erst seither zum Landkreis Pfaffenhofen. Wahrzeichen des Ortes: der barock gehaltene Zwiebelturm der St.-Martins-Kirche sowie die etwa 100 Jahre alte Eiche im alten Ortskern.
Ebenhausen-Werk: 1862 beschloss man die Errichtung einer Pulverfabrik im Ort (mehrere Explosionsunfalle zwischen 1865 und 1867). In den Jahren 1914 – 1918 wurde die Pulverfabrik in einen großen Betrieb ausgebaut, in dem zeitweise bis zu 6.000 Arbeiter beschäftigt waren (Ende der Ära während des 1. Weltkrieges). Erst 1938 wurde auf dem Gelände wieder eine neue Pulverfabrik errichtet. Nach dem 2.Weltkrieg wurde alles zerstört. Heute sind im Ortsteil verschiedenartigste, nämlich papier-, kunststoff, metall- sowie holzverarbeitende Betriebe – sowie die GSB – angesiedelt. Die Gemeinde versucht gerade derzeit, den Stellenwert des OT Ebenhausen-Werk deutlich zu verbessern.
